Neuigkeiten zum Projekt "Sprühturm 12"

Auf dieser Seite berichten wir Ihnen künftig regelmäßig vom Bau der neuen Sprühtrocknungsanlage und informieren Sie über alles Wissenswerte rund um unseren neuen „Sprühturm 12“ und seine Möglichkeiten. Wenn Sie Fragen zu unserem neuen Turm 12 oder allgemein zum Thema Lohntrocknung haben, dann kontaktieren Sie Frau Simone Oeder, Leiterin Vertrieb Lohntrocknung. 


Moderne Sprühtechnologie mit hohem Automatisierungsgrad  

07.09.2021 | Ein 15 m hoher Sprühturm mit einem flexiblen, modernen Düsen-Sprühsystem bildet das „Herzstück“ unseres neuen Sprühtrocknungswerkes „Turm 12“. Ausgelegt ist er für eine Leistung von 650 – 750 kg pro Stunde, je nach Art des gesprühten Produkts. Der Turm und das gesamte Werk sind konzipiert für Infant-High-Care-Produktionen.   

Eine besondere Herausforderung ist die große Bandbreite an verschiedenen Produkten mit ihren ganz unterschiedlichen Ansprüchen, die auf dem neuen Turm gesprüht werden sollen. Für jedes Produkt wird zunächst ein eigener, individuell abgestimmter Verarbeitungsprozess definiert.

Zur optimalen Steuerung des Sprühtrocknungsprozesses erfolgt eine kontinuierliche Erfassung unterschiedlicher Prozessparameter. Dank der umfangreichen Dokumentation aller Prozesseinstellungen lassen sich automatisch detaillierte Batch-Reports für jede Charge erstellen. Das gewährleistet eine lückenlose Kontrolle und erlaubt eine umfangreiche Analyse jeder Produktion.

Durch individuelle Anpassung z.B. der Düsenkonfiguration oder der Feinpulver-Rückführung können wir im Sprühprozess wichtige Parameter wie Partikelgrößenverteilung, Fließfähigkeit und Schüttgewicht sehr gezielt steuern. Fließmittel wird bei Bedarf über eine gravimetrische Dosierung automatisiert direkt am Turm zugegeben. In den Fließbetten können die Pulvereigenschaften abschließend noch weiter modifiziert werden. Das Ergebnis ist ein optimales Sprühprodukt gemäß den spezifischen Vorgaben unserer Kunden.  
Die Luftgeschwindigkeit der Zyklone zur Abluftreinigung kann individuell an das jeweilige Sprühprodukt angepasst werden. Die Zyklone verfügen bereits bei niedriger Luftgeschwindigkeit über einen hohen Abscheidungsgrad und arbeiten daher besonders produktschonend.  

Die Abfüllung des Pulvers erfolgt direkt unter dem Turm zunächst in Big Bags, aus denen dann später auf den weitgehend automatisierten, separaten Abpacklinien in Bag-in-Box-Systeme von 5 kg bis 25 kg Inhalt abgefüllt wird. Die Entkopplung des Verpackungsprozesses vom Sprühturm sorgt für mehr Flexibilität bei den Verpackungsmöglichkeiten sowie eine optimale Ausnutzung der Turmleistung.

Ein Sprühturm auf Reisen  

02.09.2021 | Nach einer mehrtägigen Reise per Frachtschiff über die Kanäle aus den Niederlanden bis nach Uelzen ist „Turm 12“ bei uns im Werk eingetroffen. Mit seinen 15 m Länge und 6 m Durchmesser war das Herzstück des neuen Sprühtrocknungswerkes zu groß, um auf einen normalen LKW verladen zu werden. Die Anlieferung auf dem Wasserweg bot sich an, um bei der langen Wegstrecke einen aufwändigen Schwerlasttransport auf der Straße zu vermeiden. Für die letzten Meter vom WSA-Hafen in Uelzen bis zum Werksgelände wurde der Sprühturm mit einem Autokran auf einen Spezialtransporter verladen.

Richtfest für neues Sprühtrocknungswerk - Rohbauarbeiten fast abgeschlossen  

02.09.2021 | In den letzten Monaten ist das neue Sprühtrocknungswerk deutlich gewachsen und weithin sichtbar geworden. Am 02. September wurde mit einer kleinen Zeremonie das traditionelle Richtfest gefeiert. Im Fokus der Bauarbeiten lagen die Rohbauarbeiten zur Errichtung des Gesamtgebäudes. Inzwischen sind wir bis in die oberste Geschossdecke vorgedrungen und das Gewerk „Rohbauerstellung“ befindet sich im Endspurt. Zwischenzeitlich wurden auch die ersten Innenwände gemauert, so dass immer klarer erkennbar wird, wo sich in dem Rohbau zukünftig welcher geplante Raum befinden wird. 

Sämtliche Grundleitungen, Leerrohre für E-Kabel sowie Bodeneinläufe, Direkteinleiter und Gullys wurden gesetzt, geprüft und abgenommen. Außerdem gab es Erdarbeiten für die Fundamente der Rohr- und Verbindungsbrücke und die Rampe zum Anschluss an das Hochregallager.  

Auch das Wetter spielte weitgehend mit, in Summe mussten wir nur etwa knapp eine Woche „Schlechtwetter“ anmelden.  Das betraf neben Starkregenereignissen auch zu starken Wind, bei dem die Kräne das Material nicht auf den benötigten Platz im Bauwerk transportieren können. Der Bau des Turmgebäudes liegt voll im Plan, so dass wir Anfang September fristgerecht mit dem „Hoist In“, also dem Einbringen der Hauptkomponenten des Turmes beginnen konnten. Hierbei handelt es sich um den eigentlichen Turmkörper, das externe Fließbett, die Zyklone und den Filter.

Eine besondere aktuelle Herausforderung im Projekt ist dagegen die angespannte Situation am Bau-Rohstoffmarkt, die es erschwert, alle benötigten Materialien wie Kabel, Dämmstoffe, Fenster, Fassadenelemente, Edelstahlrohre usw. pünktlich auf die Baustelle zu bekommen. Umso mehr freuen wir uns, dass uns dies bis dato weitgehend gelungen ist und wir weiterhin an unserem Zeitplan liegen. 

Energieeffizienz und Nachhaltigkeit im Fokus der Projektplanung  

06.05.2021 | Bei der Projektplanung für unser neues Sprühtrocknungswerk „Turm 12“ haben wir mit Blick auf eine nachhaltige Produktion besonderen Wert auf eine möglichst energieeffiziente und ressourcensparende Konzeption der gesamten Anlage gelegt. Die verbaute Anlagentechnik wird energetisch auf dem neuesten Stand der Technik sein. 

Der Sprühturm wird eingehaust und isoliert, um Wärmeverluste zu verringern und Energie zu sparen. Wärmetauscher (sogenannte Rekuparatoren) in den Lüftungsanlagen sorgen für eine effektive Zuluft-Vorwärmung für den Sprühturm durch Rückgewinnung von Wärme aus der Abluft. Wo immer es geht, wird die eingesetzte Prozesswärme zurückgewonnen und Verluste auf ein Mindestmaß reduziert. Frequenzgeregelte Brenner in unserem Kesselhaus sorgen für eine Gas sparende Dampferzeugung. 

Das gesamte Werk wird mit moderner energiesparender LED-Beleuchtung ausgestattet. In den meisten Produktionsräumen und in den Treppenhäusern werden Präsenzschalter eingebaut, so dass die Beleuchtung automatisch über eine Bewegungserkennung gesteuert wird. Das senkt den Stromverbrauch zusätzlich. Vorhandene Elektromotoren, z.B. für Pumpen, werden mit Frequenzumrichtern versehen, so dass deren Leistung automatisiert und bedarfsgerecht über die Anlagensteuerung angepasst wird, z.B. mit Hilfe von Durchflussmessern. So wird immer nur die Leistung abgerufen, die aktuell gerade auch wirklich benötigt wird. 
Diese vielen energierelevanten Maßnahmen halten den Energieverbrauch der Produktionsanlagen so niedrig wie möglich. 

Alle Reinigungsprozesse werden ressourcenschonend optimiert und durch den Einsatz von verschiedenen Maßnahmen zudem auf ein Minimum reduziert. Ein technisches Highlight sind dabei die eingesetzten hochmodernen Containment-Systeme für die Wirkstoffaufgabe sowie Pulverabfüllung, die bei Zugabe und Austrag von Pulvern einen äußerst geringe Staubemission in das Umfeld bis Level OEB 4 ermöglichen. Neben positiven hygienischen Effekten für das Umfeld und den Reinigungsbedarf dienen diese Investitionen auch dem Mitarbeiterschutz und kommen insbesondere unserem Personal aus Produktion und Verpackung zugute. 
Auch in Bezug auf Umweltschutz ist eine Reihe wichtiger Maßnahmen geplant. So setzen wir für „Turm 12“ Entstaubungsanlagen ein, die die Abluft des Sprühturms auf eine Staubemission von < 5 mg/Nm³ Luft reduzieren, damit übererfüllen wir die gültige Norm. Zusätzlich ermöglicht die Investition in sehr effektive Kulissenschalldämpfer für die Luftaustritte bei Turm 12 eine deutliche Reduktion der Schallemissionen, so dass in der Prognose durch den Betrieb der neuen Anlagentechnik keine Steigerung der Schalleistung des Gesamtwerkes zu erwarten ist.   

Der Rohbau für das neue Sprühtrocknungswerk entsteht  

30.04.2021 | Langsam wird das neue Werk sichtbar und der Gebäudekomplex auf der Baustelle wächst in die Höhe: Seit Februar wurden im Wesentlichen die Wände im Erdgeschoss gestellt und die Geschossdecke über dem EG eingeschalt, mit Bewehrung versehen und betoniert. 

Die größte Herausforderung für den Rohbau war dabei der doch recht heftige Wintereinbruch im Februar mit Temperaturen teils unter minus 15°C und Schnee, der die Tätigkeiten auf unserer Baustelle für etwa zweieinhalb Wochen ruhen ließ. Jedoch haben wir durch gemeinsame Anstrengungen mit den ausführenden Firmen im Bau und Anlagenbau erreicht, unser avisiertes zeitliches Ziel in Bezug auf den Start der Testproduktion einzuhalten. Das war lediglich durch kompromissbereites Handeln aller Beteiligten möglich. So wurde beispielsweise der Bauablauf für einige Gebäudeteile zeitlich umgestellt, um den Montage- und Inbetriebnahme-Ablauf weiter zu optimieren. 

Nach erfolgreichen Tests beim Hersteller wurden außerdem für die Abfüllung der Pulver in Verbundbeutel sowie deren Kartonierung und Etikettierung bereits die Aufträge für zwei komplette Verpackungslinien erteilt.

"Sprühturm 12" - neuer Turm für Lohntrocknung  

11.02.2021 | Knapp 1,5 Jahre Bauzeit von den ersten vorbereitenden Geländearbeiten bis zur Übergabe der fertigen und getesteten Anlage an die Produktion – das ist der Zeitplan für den Bau der neuen Sprühtrocknungsanlage am Standort Uelzen. 

Die hochmoderne Anlage, intern kurz „Turm 12“ genannt, ist ausgelegt auf die Sprühtrocknung von Vitaminen und Mineralstoffen sowie anderen Zutaten nach höchsten Qualitätsanforderungen. „High Care“ ist daher die oberste Prämisse für die Gestaltung und Ausstattung des neuen Sprühtrocknungswerkes für den Geschäftsbereich Lohntrocknung. Dazu zählen beispielsweise ein strenges Hygienezonenkonzept mit Hygieneschleusen zur Trennung der verschiedenen Bereiche, Containment-Systeme an den Wirkstoffdosierungs- und Abfüllanlagen, ausgearbeitete Reinigungskonzepte mit separaten Wasch- und Trocknungsräumen für die Reinigung von Anlagenteilen sowie ausgeklügelte Lüftungs- und Filtersysteme für die Frischluftzufuhr. 

Zur neuen Anlage gehören neben dem eigentlichen Sprühturm mit einer durchschnittlichen Leistung von 750 kg Pulver/h weitere zentrale Bereiche, wie die Aufgabestationen für Zutaten und Wirkstoffe, ein eigener Nassmischbereich mit verschiedenen Technologien zur Aufbereitung der angelieferten Kundenrohstoffe vor dem Sprühprozess, Abfüllanlagen für 5 bis 25 kg Alu-Schlauchbeutel sowie Technik- und Sozialräume. So entsteht ein in sich komplett abgeschlossenes eigenes neues Sprühtrocknungs-Werk, das state-of-the-art sein wird in Sachen Hygiene und Effizienz. Auch energetisch wird die Anlage neuesten Standards genügen und eine nachhaltige ressourcenschonende Produktion ermöglichen. Über eine Brücke mit automatischer Förderstrecke erfolgt der Anschluss an das 2019 in Betrieb genommene vollautomatisierte Hochregallager der Uelzena. 

Ausgestattet wird das neue Trockenwerk vom erfahrenen Anlagenbauer Tetra Pak, der die wesentlichen Komponenten wie Sprühturm, Nassmischbereich und Aufgabestationen liefert und installiert. Die Hauptmontagephase für die Anlagentechnik erfolgt ab September 2021. Für Anfang 2022 ist dann die Inbetriebnahme geplant, an die sich eine mehrmonatige, ausgiebige Testphase anschließen wird. Voraussichtlich ab Mitte Mai 2022 soll der Turm dann in Normalbetrieb laufen und die Kapazitäten und technologischen Möglichkeiten des Geschäftsbereichs Lohntrocknung für die Herstellung von Produkten in Infant-Qualität unter High-Care-Bedingungen deutlich erweitern.  

Grundsteinlegung für neue Sprühtrocknungsanlage  

05.02.2021 |  Bereits Ende November 2020 begannen die ersten Boden- und Erdaushubarbeiten für den Bau einer neuen Sprühtrocknungsanlage für den Geschäftsbereich Lohntrocknung auf dem Gelände der Uelzena eG in Uelzen. In den letzten Wochen wurden die Fundamente hergestellt. Am 5. Februar erfolgte nun die zeremonielle Grundsteinlegung im Beisein von Jörn Dwehus (Hauptgeschäftsführer),  Wilhelm Günther (stellvertretender  Vorstandsvorsitzender) und Michael Esan (Projektleiter). Alter Tradition folgend enthält der gravierte Grundstein aus Edelstahl eine aktuelle Zeitung, einen Satz Münzen sowie eine Schrift zum Bauprojekt. Der Rohbau soll im August fertiggestellt sein, danach beginnt der Einbau der Anlagentechnik.