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Scharfes Profil und klare Kompetenz

Zutaten aller Art und die Kunden im Fokus

Die Philosophie der Uelzena eG ist klar: Die Kompetenzen in der Verarbeitung und Herstellung von Zutaten kommen allen zugute – sowohl bestehenden als auch neuen Kunden. Eine besondere Rolle spielen dabei Milchpulver und Lohntrocknung, die verdeutlichen, dass Technologie, Tradition und Innovation keine Gegensätze sind.

Uelzena wurde in den 1950er Jahren gegründet, um Milchüberschüsse zu haltbarem Milchpulver zu verarbeiten. Später kamen die Verwertung von Milchfetten, die Herstellung von Trockenerzeugnissen ohne Milch und schließlich Dienstleistungen für die lebensmittelverarbeitende Industrie hinzu. Dazu zählt die Sprühtrocknung von Lebensmittelzutaten, wie zum Beispiel färbenden Lebensmitteln, Aromen, Würzstoffen, Backhilfsstoffen bis hin zu Vitaminen. Parallel dazu ging die Produktion von Milchpulver zurück. Sie hatte noch eine wichtige, aber keine strategische Bedeutung mehr für das Unternehmen.

Milchpulver und die neue Bedeutung

Mittlerweile ist nicht nur die Nachfrage nach Milchpulver stark gewachsen. Es spielt eine zunehmende Rolle bei der Versorgung der Weltbevölkerung mit hochwertigen Proteinen und Nährstoffen. Auch die Ansprüche an Qualität und Eigenschaften sind heute viel höher als damals. Und in der Lebensmittelindustrie ist Milchpulver als Zutat in fast allen Bereichen gefragt.

Für die Industriekunden werden dabei zwei Aspekte immer wichtiger. Zum einen ist das die Versorgungssicherheit. Uwe Radke, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb der Uelzena eG: „Milch ist ein knappes Gut geworden. Die Kunden wünschen sich einen zuverlässigen Vertragspartner. Das Interesse an einer langfristigen Versorgungsquelle ist groß.“ Diese Verlässlichkeit kann Uelzena als Genossenschaft bieten, denn die Milch stammt aus der regionalen Kooperation.

Der andere wichtige Gesichtspunkt ist die Anpassung der Milchpulver und -fette an die Erfordernisse der modernen Lebensmittelindustrie. „Die Eigenschaften der Zutaten sollen möglichst genau definiert sein, sie sollen sich gut verarbeiten lassen und trotzdem so weit wie möglich naturbelassen sein“, so Radke. „Das gilt auch für Milchpulver. Dank unserer Milch und unserer Expertise sehen wir neue, große Chancen für uns.“

Uelzena reagiert – und investiert

Aus diesem Grund hat sich Uelzena bei der MTW Milchtrockenwerk Norddeutschland GmbH beteiligt und gemeinsam mit drei weiteren Partnern in Neumünster das derzeit modernste Milchtrockenwerk Europas gebaut. In Betrieb ging es im Mai 2014 – mit einer Produktionskapazität von 60.000 Tonnen Milchpulver pro Jahr.

„Damit kommen wir verstärkt ins Geschäft mit Magermilchpulver zurück“, sagt Uwe Radke. „Andere schauen nach Asien oder Afrika, unser Hauptschwerpunkt wird Europa sein. Dabei geht es vorwiegend um industrielle Anwendungen in der Süß- und Backwarenindustrie. Unseren Kunden bieten wir Spezialitäten für bestimmte Anforderungen und kleine Produktlose.“ Die Anpassungen umfassen zum Beispiel den Denaturierungsgrad und damit die Struktur, den Gehalt an Eiweiß, Mineralien und Wassergehalt, die bakteriologischen Eigenschaften sowie das Einarbeitungsverhalten.

Mit der Aufnahme der Produktion in Neumünster wurden im Stammwerk Uelzen Kapazitäten frei, die Uelzena für das Werklohngeschäfts und für die Herstellung von Zutaten nutzen wird. Anja Brand, Produktmanagerin Zutaten und Milchfett im Bereich Marketing und Vertrieb: „Wir wollen im Werklohnbereich deutlich wachsen und auch in den Bereich Milchfette intensivieren. Aber auch viele Milchpulverkunden haben Bedarf an Fetten. Die gemeinsame Vermarktung unserer Milchpulver, Fette und Zutaten zeigt mögliche Synergien viel besser auf und macht unsere technologische Kompetenz besser sichtbar.“

Täglich eine neue Herausforderung

Im Bereich Werklohn hat Uelzena schon jetzt beeindruckende Kompetenz vorzuweisen. Denn jedes Jahr werden in Uelzen 300 bis 400 Produkte für Kunden aus aller Welt verarbeitet. „Häufig sind es Zutaten, wo es  wie bei Naturfarben, Vitaminen und Mineralien darauf ankommt, dass hohe Standards an Reinheit und Gleichförmigkeit eingehalten werden.“ Andere angelieferte Zutaten seien schwierig, weil sie wie beispielweise Proteinhydrolysate, Hefen oder Sojasauce sehr empfindlich oder hygroskopisch sind. „Wir haben einen Ruf als Problemlöser“, so Brand. 

Know-how bei der Verarbeitung und bei der Herstellung komplexer Produkte hat sich Uelzena in 60 Jahren erarbeitet und dabei auch immer wieder auf Innovationen gesetzt. Dazu gehört z.B. die Fraktionierungsanlage für Milchfette, mit deren Hilfe die harten Stearine von den weichen Oleinen getrennt werden können. Anschließend können die einzelnen Fraktionen zu einer großen Bandbreite von Produkten mit definierten Schmelzeigenschaften neu kombiniert werden.   

Tradition: für die Kunden das Beste

Neben Innovation und Technologie sei aber auch immer die Besinnung auf die Tradition wichtig. Uwe Radke, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb: „Wir sind seit über 60 Jahren in Norddeutschland und in der hanseatischen Kaufmannstradition verwurzelt. Das bedeutet Beständigkeit, Verlässlichkeit und hoher Anspruch an Qualität. Last not least haben wir sehr motivierte Mitarbeiter, die täglich daran arbeiten, aus unserer Milch und unserer Erfahrung das Beste für unsere Kunden herauszuholen.“